Ferienfreizeit nach Tossens an der Nordsee, 15.06.-18-06.2017, Tagesberichte

Unsere Ferienfreizeit nach Tossens/Butjadingen
 Eine schöne, harmonische und fröhliche Fahrt an die Nordsee!

Knapp vier Tage lang verbrachten acht Familien und mehrere BetreuerInnen aus unserer MileDo-Gruppe Kurzurlaub in Tossens an der Nordsee.

 

Dank der ausgeklügelten Reiseplanung von Nicola und Ulf waren alle gut vorbereitet  auf die kommenden Tage, denn dies ist wichtig im Hinblick auf unsere besonderen Kinder/Jugendlichen.

Erster Tag, DONNERSTAG

Am Donnerstag war großer Anreisetag in unserer Ferienunterkunft „WindWeiteWattenmeer“, wobei einige Familien schon am Mittwochabend ankamen, um die freien Tage voll auszukosten.  Uns erwartete ein tolles Gelände mit großer Wiese – und großem Sandbereich – im Zentrum des Karrees, das die einzelnen Wohnungen bilden. Für uns wie geschaffen: Alles ebenerdig, nur ein Eingangs- bzw. Ausgangsbereich, den man gut im Blick hatte, um im Notfall zu handeln, denn unsere Kinder und Jugendlichen möchten auch mal gerne alles alleine ohne ständige Begleitung auskundschaften. Ein großer Gemeinschaftsraum mit Küche, in dem wir alle sitzen und essen konnten, ohne uns gegenseitig zu behindern, rundete alles ab. Nicht zu vergessen sind auch die Alpakas, die hinter den Häusern im Gehege zu sehen und sogar zu streicheln waren. Für alle Sinne etwas dabei.

 

Nach Bezug der Wohnungen trafen wir uns alle, d.h. Eltern, Kinder, Jugendliche, Freunde, „Geschwisterkinder“ und das Betreuerteam , insgesamt 33 Personen-  mit großem Hallo und Umarmungen auf der großen Wiese.

 

Dann ging es erstmal Richtung Meer. Das Wetter war herrlich, die Sonne schien warm, der leichte Salzgeruch der Nordsee umwehte uns, alle waren in guter Stimmung und Vorfreude. Aber um das Meer tatsächlich sehen zu können, mussten wir erstmal über den Deich, aber mit Hilfe aller schafften es auch die Rollstuhlkinder bis hinunter an die Küste. Dort gab es übrigens fliegende Kakadus und flatternde Drachen.

 

Nach ca. einer Stunde marschierten wir hungrig zu unserer Unterkunft zurück. Jetzt wurde erstmal gekocht: Jede Menge Bockwürstchen – eine Spende von Ullas Mann – wurden warm gemacht und unsere mitgebrachten Salate gegessen.

Nach dem großen Reinemachen trafen wir uns gut gesättigt auf der großen Wiese und machten noch lustige Kennenlernspiele, denn obwohl man den größten Teil unserer Mitglieder kennt, entfallen einem manche Namen dann doch. Zuerst stellten wir uns der Größe nach auf, was gar nicht so einfach war, denn einige unserer Kinder wollten partout nicht dort stehen bleiben, wo sie größenmäßig hätten stehen sollen. Danach reihten wir uns chronologisch nach Geburtsdatum auf , wobei der Jahrgang außer Acht gelassen wurde ;-), danach alphabetisch mit dem Anfangsbuchstaben unserer Vornamen.  Das war ein fröhliches Durcheinander, aber so kennen wir nun nicht nur unsere Namen, sondern auch unsere Geburtstage auswendig – naja, fast!!!

 

Nun war es schon spät und die meisten Kinder  – und Erwachsenen – mussten ins Bett, ein kleiner Teil der Gruppe setzte sich noch auf die Wiese und lies den Abend/Tag mit Gesprächen, Anekdoten und „Neckereien“ ausklingen.

Zweiter Tag, FREITAG

Nach dem Frühstück am Freitag, die Brötchen wurden im Wechsel von uns beim Supermarkt abgeholt, trafen wir uns vor dem Gemeinschaftsraum zum Filzen. Frau Schuck (Steffi), die Chefin der Anlage –  stellte uns Wolle, Gallseife und Wasser parat und zeigte uns mit geübten Händen, wie wir die Wolle mit Seifenschaum zu bearbeiten haben, damit eine feste Filzkugel entsteht. O.k., es sah ja ganz einfach aus, aber nach halbstündigem Kneten, Rollen, Seifeschäumen etc.  musste ich für meine Person dann feststellen, dass man wohl doch etwas  Geschick mitbringen muss, um solch eine Kugel herzustellen. Ich habe es nicht! Andere jedoch zeigten viel Talent beim Filzen und wurden bestaunt und gelobt.

 

Nach einer nach dem Kneten und Rollen wohlverdienten Mittagspause sind unsere Kinder und Jugendlichen mit den BetreuerInnen in einen nahe gelegenen Vogelpark und später zum Flammkuchen-Essen gefahren. Und wir Eltern hatten Zeit für uns, die wir immer so sehr herbeisehnen. Nun konnten wir beruhigt und ohne schlechtes Gewissen z.B. spazierengehen, die Gegend erkunden, etwas einkaufen oder einfach nur schlafen, denn wir wussten unsere Schätze in bester Betreuung.

Abends wurde dann gegrillt. Ein paar von uns waren vorher noch Grillgut und Gemüse einkaufen – die „Grillchefin“ war natürlich mit von der Partie – und dank der mitgebrachten Salate vom Vortag, hatten wir eine riesige Auswahl an Speisen.

 

Dritter Tag, SAMSTAG

Am Samstag übernahmen unsere BetreuerInnen schon ganz früh unsere Lieblinge, denn es ging nach Bremerhaven in den Zoo bzw. das Klimahaus. Uns Eltern stand dann der ganze Tag zur Verfügung:  ein RIESENLUXUS. So nutzen viele von uns die Zeit für einen Bummel durch Bremerhaven, einige fuhren nach Oldenburg, andere genossen das Wattenmeer, wieder andere machten ein Nickerchen, um Kraft zu sammeln für die kommenden Stunden, denn nicht bei allen verliefen die Nächte ruhig.

 

Abends kamen wir alle wieder zusammen um gemeinsam Nudeln mit verschiedenen Saucen zuzubereiten – hier waren sehr leckere Rezeptideen zu finden. Diesmal verlief das Essen etwas schneller, denn einige Familien wollten heute Abend schon abreisen, da sie am Sonntag eine lange Rückfahrt mit Stau befürchten oder die Kinder/Jugendlichen schon wegen der vielen Eindrücke überfordert und dadurch „schwieriger“ wurden.

Nichstdestotrotz war es wieder eine fröhliche Runde und vielen Berichten vom Tagesgeschehen.

 

Der Rest der Gruppe ging dann später noch ans Meer und genoss den wundervollen Sonnenuntergang und das Laufen durchs Watt.

 

Vierter Tag, SONNTAG

Am Sonntag fuhren dann auch alle andren Familien ab, einige sehr früh, andere blieben noch bis zum Nachmittag, um den letzten Tag an der Nordsee zu genießen. Per Handy informierten wir uns gegenseitig dann noch über die Verkehrslage und die gute Ankunft zu Hause. Und so war diese schöne Reise schon zu Ende.

Fotos: K. Lüdemann,  Th. Hartwich, M. Funda,